Pressemitteilung  – 08. Dezember 2017

Magdeburger Meile der Demokratie 2018: Halle gegen Rechts stellt sich hinter Entscheidung von Miteinander e.V.

Vergangene Woche wurde öffentlich, dass die AfD zwei Stände für die Meile der Demokratie 2018 in Magdeburg angemeldet haben soll. Im Zuge dessen gab der Verein Miteinander bekannt, im Falle einer AfD-Beteiligung an der Meile nicht teilzunehmen. Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage unterstützt die Einscheidung von Miteinander e.V. Der Verein betreibt in Sachsen-Anhalt u.a. die Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Opferberatungen für Opfer rechter Gewalt sowie regionale Beratungsteams.

Die Teilnahme einer Partei mit einem völkisch-identitärem, antipluralistischen Programm und rechts bis rechtsextremen Personal auf der Meile der Demokratie ist nicht nur absurd, sondern auch ein fatales Zeichen für die fortschreitende Akzeptanz, mit welcher der AfD in der demokratischen Gesellschaft begegnet wird, erklärte Halle gegen Rechts. »Es ist notwendig und eigentlich eine Selbstverständlichkeit der Arbeit gegen Rechts, sich von rechten Gruppierungen und Parteien abzugrenzen. Das ist eine legitime und notwendige Position.«, kommentierte Wanja Seifert, Sprecher von Halle gegen Rechts. Bereits im September 2016 hatten die Bündnisse gegen Rechts aus Halle, Magdeburg, Wernigerode, Halberstadt und Stedten eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, »Keine Zusammenarbeit mit der extremen Rechten«. Auch mit Blick auf die AfD formulierten sie »Die extreme Rechte kann kein Partner bei der Gestaltung dessen sein, was sie ablehnt und vernichten will."

Das Bündnis in Halle wird die weiteren Entwicklungen um die Meile 2018 aufmerksam und kritisch beobachten: »Die Vorgänge können uns nicht ungerührt lassen. Miteinander ist ein zentraler Akteur der Arbeit gegen Rechts in Sachsen-Anhalt und auch für die lokalen Bündnisse ein unverzichtbarer Ansprechpartner.«, so Wanja Seifert, Sprecher von Halle gegen Rechts. Das Bündnis weist die Kritik der AfD an Miteinander e.V. als durchsichtigen Versuch der rechtsextremen Partei zurück, den Verein zu diskreditieren. Es weist zudem darauf hin, dass zivilgesellschaftliche Gruppen selbstverständlich in eigener Trägerschaft Veranstaltungen organisieren können, bei denen sie rechtsextreme Gruppierungen und Parteien ausschließen. »Das ist eine Frage der Haltung und Courage. Wir hoffen, die Akteurinnen und Akteure in Magdeburg zeigen diese Courage und organisieren ihr Engagement gegen Rechtsextremismus ohne Zusammenstehen mit einer Partei der extremen Rechten«, so Wanja Seifert, Sprecher von Halle gegen Rechts.

»Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage« ist ein überparteiliches Bündnis aus über 100 Einzelpersonen und mehr als 30 Organisationen aus Halle, das sich entschieden gegen die extreme Rechte, Rassismus, Antisemitismus und andere Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit sowie gegen jede Diskriminierung und für Zivilcourage einsetzt.

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